Vulcano

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Vulcano ist die der sizilianischen Küste am nächsten gelegene der Äolischen Inseln, nur 12 Meilen von Milazzo entfernt. Der Vulkan der Insel ist neben Stromboli einer der beiden noch aktiven Vulkane der Region. Auf der Insel gibt es mehrere postvulkanische Phänomene. Am auffälligsten sind die “Fumarolen”, Emissionen von Wasserdampf, Schwefel und Kohlendioxid bei hohen Temperaturen, die aus dem Krater oder aus Rissen im Boden austreten. Der erste Eindruck, den man von der Insel gewinnt, ist durch den starken Schwefelgeruch geprägt, an den man sich jedoch schnell gewöhnt. Die wichtigsten bewohnten Zentren der Insel sind Vulcano Piano, Gelso und Vulcano Porto. Am Anfang der Flussmündung, die Vulcano Porto mit Vulcanello verbindet, kann man in ein natürliches Thermalbad eintauchen und den Schlamm anschließend im nahen Meer abwaschen. Hier sprudelt das Wasser aufgrund der darunter liegenden vulkanischen Gasschlote. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt die Insel verschiedene Namen: Therasia (Terra Calda), Hiera (Sacra) und Vulcania, weil sie nach Meinung der Griechen und Römer die Heimat des Feuergottes Vulkan war. Nachdem die Insel jahrhundertelang im Besitz der Kirche war, begann unter der Herrschaft der Bourbonen der Abbau von Bodenschätzen, insbesondere von Schwefel, der sich zu einer regelrechten Industrie entwickelte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach dem Sturz der Bourbonen, kaufte der Engländer James Stevenson, ein Verwandter des berühmten Schriftstellers Robert Louis Stevenson, die Insel. Der britische Unternehmer konsolidierte den Schwefelbergbau, pflanzte die ersten Weinberge auf der Insel an und ließ sogar eine Villa errichten, die noch heute “Englishman’s Castle” genannt wird. Als der Vulkan 1888 zum letzten Mal ausbrach, verließ Stevenson die Insel für immer.

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